Jean-Philippe Rameau
Tragédie mise en musique in fünf Akten (2. Fassung: 1754)
Libretto von Pierre-Joseph Bernard (genannt Gentil-Bernard)
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Der Gang in die Unterwelt, um einen geliebten Menschen wieder ins Diesseits zurückzuholen, ist ein berühmter Topos der Weltliteratur. Wie schon in
einer der ersten Opern der Musikgeschichte, Monteverdis L’Orfeo, nutzt auch Rameau diesen Topos, um ein inneres Seelengemälde seiner vier
Protagonist:innen zu zeichnen. Dabei setzt er auf eine ausgefeilte und unkonventionelle Harmonik und den Einsatz differenzierter Klangfarben,
womit er die französische Oper nach Lully geradezu revolutionierte.
Nach der Uraufführung 1737 unterzog der Komponist die Tragédie mise en musique einer tiefgreifenden, die Handlung straffenden Überarbeitung,
die in ihrer 2. Fassung 1754 einen bahnbrechenden Erfolg feiern sollte – und sicherlich nicht zuletzt dazu beitrug, dass Camille Saint-Saëns über
100 Jahre später urteilte: »Der unsterbliche Rameau ist das größte musikalische Genie, das Frankreich je hervorgebracht hat.«
Pressetext
Musikalische Leitung: Bernhard Forck
Inszenierung: Nanine Linning
Besetzung
Castor: Sébastian Monti
Pollux: Nikita Ivasechko
Télaïre: Sieglinde Feldhofer
Phébé: Sofia Vinnik
Jupiter | Une voix: Daeho Kim
Mercure | Athlète | Une autre voix: Franz Gürtelschmied
Grand Prêtre: Will Frost
Un Spartiate: Marlin Miller
Une Suivante d'Hébé: Ekaterina Solunya
Une Ombre heureuse: Jianwei Liu
2 Tänzerinnen: Laura Sophie Heise / Ann-Kathrin Adam
2 Tänzer: Alex Vazquez Gala / Filippo Cosso
Grazer Philharmoniker,Chor der Oper Graz,Statisterie der Oper Graz