Die österreichische Künstlerin Christa Hauer verbrachte die 1950er-Jahre hauptsächlich in Amerika. 1959 kehrte sie voller Tatendrang nach Wien zurück und eröffnete mit ihrem Mann, dem Maler Johann Fruhmann, eine Galerie. Ihr Vater Leopold Hauer stellte dem jungen Paar die leerstehenden Räume über dem geschichtsträchtigen Griechenbeisl im ersten Wiener Gemeindebezirk zur Verfügung. Hauer entwickelte die Galerie neben den beiden bereits etablierten Galerien Würthle und nächst St. Stephan schnell zu einem zentralen Forum für zeitgenössische Kunst. Sie behauptete sich damit in einer von Männern geprägten Kunstwelt als Galeristin.
Insbesondere konzeptuell und konstruktiv arbeitenden Künstler:innen wurde eine Bühne geboten. Etablierte Künstler:innen feierten in der Galerie im Griechenbeisl ihre Premiere, wie Christian Ludwig Attersee oder Martha Jungwirth. Darüber hinaus wurde auch jenseits des Eisernen Vorhangs entstandene Kunst präsentiert, um den Austausch zwischen Ost und West zu fördern. Innerhalb von zehn Jahren zeigte Hauer 122 Ausstellungen.
(Pressetext)