Eifersucht ist eine Gefühlslage, die lieber verschwiegen und verleugnet als nach außen getragen wird. Trotzdem betrifft sie alle auf die eine oder andere Weise, vor Eifersuchtsprozessen, Machtdynamiken, Besitzansprüchen oder Verlustängsten ist niemand völlig gefeit. Jealousy nimmt diese Ausgangslage wörtlich und setzt die Performance nicht als theatrale Darstellung vor ein Publikum, sondern lässt sie als intime Versuchsanordnung sich mitten im Publikum entfalten, wie auch schon das Vorläuferprojekt polymono (Premiere ImPulsTanz Festival 2024). Diese "Choreografie der Nähe" bindet die Sinne, die Körper und die psychologischen Agenden der Zuschauenden aktiv mit ein; an einem Ort, dessen ursprünglich für akustische Übertragung hermetisch abgeschlossenen Räume dafür geöffnet und gemeinsam mit dem Publikum bespielt werden.
mit Manuela Deac, Samuel Feldhandler, Christine Gaigg, Anna Prokopová, Juliane Werner, Frank Willens
Raum und Licht: Philipp Harnoncourt Sounddesign und Musik: Peter Plessas Kostüm: Dorothea Nicolai Dramaturgische Beratung: Wolfgang Reiter Tontechnik: Niklas Esterbauer Produktionsleitung: Lisa Ertl PR: Eva Trötzmüller / art:phalanx Grafik: Martina Gaigg