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DAS FEST DES LAMMS

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Ein englischer Landsitz mit aristokratischem Flair, die alte Mrs. Carnis mit Hund, ihr schwächlicher Sohn und seine vernachlässigte zweite Frau, aufmüpfige Dienerschaft, Schäfer und erstaunlich menschliche Schafe – so weit, so scheinbar normal. Das perfekte Setting für eine schräge britische Komödie. Doch die dünne Decke gepflegter Zivilisiertheit ist brüchig: Hund Henry spricht und war amourös verbunden mit der Hausherrin, ein werwolfartiges, Frauen betörendes Wesen treibt sein Unwesen, unschuldige Schafe (und im weiteren Verlauf Menschen) werden kopflos aufgefunden, Geister geben sich ein Stelldichein … Carrington treibt die Komödie in die Groteske, entwirft eine surreale Welt, in der definitiv der Mensch dem Menschen ein Wolf ist.

Leonora Carrington (1917–2011) war eine britische Künstlerin des Surrealismus, die nach einer kurzen Affäre mit Max Ernst und seiner Verhaftung nach Mexiko auswanderte. Wie vielen Künstlerinnen widerfuhr es ihr, auf die (Arbeits-)Beziehung zum berühmten Mann reduziert zu werden; nur langsam fand ihr bildnerisches Werk Anerkennung. Noch unbekannter sind die literarischen Texte, obgleich ihr Kinderbuch THE MILK OF DREAMS titelgebend für La Biennale di Venezia 2022 wurde.
(Pressetext)

Mit Rebecca Hammermüller / Maria Lisa Huber / Roman Mucha / Nico Raschner / Raphael Rubino / Nanette Waidmann
Inszenierung und Bühne: Johannes Lepper / Kostüm: Monika Gebauer / Licht: Simon Tamerl / Dramaturgie: Juliane Schotte