Die Huggy Bears werden 10! Zum runden Geburtstag des einzigartigen Unterstützungsprogramms präsentiert imagetanz einen Querschnitt durch Wiens junge Performanceszene. In dieser Sonderausgabe der brut-Reihe Handle with care feat. Huggy Bears geben Daria Nosik und Sunggu Hong exklusive Einblicke in ihre Projekte und Entwicklungsphasen.
Daria Nosik – DOGDOG ist ein performatives Experiment über umgekehrte Evolution. Im Zentrum steht ein Mensch, der in einen animalischen Zustand zurückkehrt – angetrieben vom Wunsch, modisch, trendy, perfekt zu sein. Die Performance untersucht nicht nur, wie Systeme den Menschen dressieren und formen, sondern auch, wie wir uns über die Trendkultur und den Druck digitaler Perfektion freiwillig sozialen Normen unterwerfen. DOG ist keine Tragödie, sondern eine groteske, absurde Komödie, die die Ängste unserer Zeit spiegelt.
Daria Nosik (sie/ihr) ist Performerin, Regisseurin und Schauspielerin und lebt und arbeitet seit 2017 in Wien. Sie absolvierte die Mikhail-Shchepkin-Theaterschule (2007) und schloss ein Regiestudium an der School & Studio of Modern Variety, Film and Television (2009) ab. Seit 2010 realisiert sie preisgekrönte Kurzfilme, die auf russischen und internationalen Festivals gezeigt wurden. Sie spielte in mehr als 80 Theater- und Filmproduktionen, darunter eine Hauptrolle im österreichischen Spielfilm Kaviar (Regie: Elena Tikhonova, 2019). Daria Nosik arbeitete u. a. mit Oleg Soulimenko im brut Wien und im Tanzquartier Wien zusammen und leitet seit 2019 das Nosik Family Lab – Actors Training & Coaching.
Info: In deutscher, englischer und russischer Sprache
ContentNotes: Diese Performance verwendet explizite Sprache, Nacktheit, Theaternebel, Stroboskoplicht und laute Geräusche. Das Publikum bewegt sich frei im Raum.
Credits: Konzept & Performance Daria Nosik
Eine Koproduktion von Bears in Park und imagetanz 2026 / brut Wien
Sunggu Hong – Raised by the Chronic; Beyond, the MothAufwachsen bedeutet nicht nur, Aufmerksamkeit, Fürsorge und Liebe zu erhalten, sondern auch Disziplin, Konflikte, Ressentiments und Feindseligkeiten. Dennoch führt es zu der Möglichkeit, zusammenzuleben. Sunggu Hongs Performance Raised by the Chronic; Beyond, the Moth ist ein forschungsbasiertes Projekt über Angst und die komplexen Beziehungen zwischen Mensch und Nicht-Mensch aus dekolonialer Perspektive. Es hinterfragt die Grenzen zwischen diesen und das Verständnis unseres Zusammenlebens und fragt: „Wer erzieht wen – und wie?“
SungguHong (er/ihm), geboren in Seoul, ist ein in Wien lebender Künstler, der in den Bereichen bildende und performative Kunst arbeitet. Er studierte bildende Kunst in Südkorea und performative Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien. „Beziehung“ bildet ein zentrales Konzept seiner Praxis, durch das er fragt: Wie sollten/können wir innerhalb voneinander abhängiger, verflochtener und komplexer Beziehungen zusammenleben? Warum entstehen Entfremdung und Hass innerhalb dieser Verflechtungen? Sein Interesse gilt derzeit dem Verhältnis zwischen Mensch und Nicht-Mensch. Durch die Fokussierung auf deren gegenseitige Abhängigkeiten und Verflechtungen versucht er, eine anthropozentrische Perspektive zu dekonstruieren und unsere komplexen Beziehungen, ihre Ereignisse sowie Formen des Zusammenlebens neu zu betrachten. Die Leitfrage, die seinen gesamten Arbeitsprozess durchzieht, lautet: Wie werden wir voneinander erzogen?
Info: In englischer Sprache
Credits: Konzept & Performance Sunggu Hong
Eine Koproduktion von Bears in Park und imagetanz 2026 / brut Wien
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