Das Werk der interdisziplinären Künstlerin Katherine Hubbard agiert an den Kreuzungspunkten von Fotografie, Performance und Text. Ihre Arbeiten entfalten die Schnittstellen zwischen Verkörperung, Wahrnehmung und historischer Spur, wobei Fotografie nicht als bildgebende Apparatur, sondern als Ort einer Begegnung fungiert. Ihre Performances und Installationen säen Zweifel an der vorgeblichen Neutralität des Sehens, indem sie die Politik des Blicks und die räumlichen Bedingungen, unter denen er stattfindet, in den Vordergrund rücken. Statt die Fotografie als fertiges Objekt zu behandeln, bindet Hubbard sie an die sie hervorbringenden Prozesse – Geste, Belichtung, Positionierung – zurück und lässt diese sich in Echtzeit abspielen. Ihr Einsatz des Körpers, oft ihres eigenen, im Verhältnis zu fotografischer Apparatur und architektonischem Raum lässt die Arbeit und die Subjektivität erkennbar werden, die in Akten des Blickens stecken. Was so entsteht, ist nicht bloß ein Bild, sondern eine choreografierte Aushandlung zwischen Betrachter*in, Sujet und Umgebung.
Katherine Hubbard wurde 1981 in Philadelphia, USA, geboren und lebt in New York, USA.
Kuratiert von Bettina Spörr.