Das Buch von Waltraud Kannonier-Finster und Meinrad Ziegler erzählt die Geschichte eines Linzers, der 1938, ohne zu wissen warum, von der Kriminalpolizei verhaftet und nach Dachau deportiert wurde. Er starb wenig später im Konzentrationslager Flossenbürg. Im Jahr 1900 geboren, lebte Josef Finster in den 1920er und 1930er Jahren unter prekären Verhältnissen in den Linzer Barackenlagern. Einige Male wurde er wegen kleinerer Delikte gerichtlich belangt und verbüßte dafür Haftstrafen. Josef Finster steht stellvertretend für viele andere, die aus sozialen Gründen keinen Platz in der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft hatten, als „gemeinschaftsfremd“ galten und deshalb der Verfolgung und Vernichtung ausgesetzt waren.