#KLASSIK#NEUE KLASSIK#LIEBLINGSEVENT

MARINO FORMENTI, KLAVIER, SIR TRALALA

(SCHUBERT, SCHÖNBERG)

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Der in Wien lebende italienische Pianist Marino Formenti ist insbesondere durch Projekte bekannt geworden, in denen er das Konzertformat - und seine Prämissen - radikal in Frage stellt; und damit auch die Beziehungen, die es voraussetzt und hervorbringt.

So spielt Marino etwa ganztägige Performances nur für eine einzige Person; oder lebt und spielt wochenlang, still und isoliert, im selben Performanceraum. Und rief gerade wieder - gemeinsam mit Mitgründer Hans-Jürgen Hauptmann - Künstler:innen und Publikum zu der vier Tage und Nächte dauernden "collective durational" zusammen, die im August 2026 am Zukunftshof Wien stattfand, und sich WE ARE FOUNDING A CITY nannte.

Die beiden gezeigten Filme – SCHUBERT UND ICH (2014) und SCHÖNBERG PFEIFEN (2025) – stellen zwei unterschiedliche Versuche dar, Musik mit Menschen zu machen, die keine professionellen Musiker sind. Weniger klassische Dokumentarfilme als filmisch gewordene Zeugnisse einer Recherche nach einer möglichst unmittelbaren, lebendigen und nicht produktorientierten Erfahrung von Musik – eine Recherche, die in beiden Filmen über die "Arbeit mit Laien" führt.