Serbien, 1942: Das Land wird für ›judenfrei‹ erklärt, aus der Stadt Belgrad verschwindet das jüdische Leben. Die Haggada ist unter den Dielen versteckt, Isak heißt jetzt Ivan, und nach dem Verschwinden seiner Mutter kommt ihm nun auch noch die hebräische Sprache abhanden. Aus acht Perspektiven erzählt Marko Dinić einen Tag im Jahr 1942 immer wieder neu, bis sich die einzelnen Lebenserfahrungen zu einem vielgestaltigen Porträt des besetzten Serbiens verdichten. Und am Ende löst sich auch das Rätsel um den Verbleib der Mutter.
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