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MICHAELA VONDRUSKA - 40 JAHRE TSCHERNOBYL

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Die gezeigten Arbeiten entstanden während mehrerer Aufenthalte der Fotografin in der Sperrzone rund um Tschernobyl in den Jahren 2018 und 2019. Michaela Vondruska besuchte sowohl das Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Tschernobyl als auch die verlassene Stadt Prypjat, die nach der Reaktorkatastrophe von 1986 innerhalb weniger Stunden evakuiert wurde sowie den Kindergarten von Kopatchi, das letzte Gebäude des Ortes, der nach der Katastrophe dem Erdboden gleichgemacht wurde.

Sie traf auch einen Atomtechniker, der damals 26 Jahre alt war und am 26.4.1986 um 7:30 zum Dienst antreten wollte, aber sein Arbeitsplatz existierte nicht mehr. Die Fotografien verzichten bewusst auf dramatische Inszenierungen. Stattdessen zeigen sie stille, menschenleere Orte: verfallene Wohnhäuser, zurückgelassene Alltagsgegenstände und von der Natur überwucherte Plätze. Auch das Kraftwerksgelände selbst wird als Ort sichtbar, an dem die Katastrophe bis heute präsent ist. Die Arbeiten bewegen sich zwischen Dokumentation und künstlerischer Reflexion und laden dazu ein, über Erinnerung, Verantwortung und die langfristigen Folgen technischer Entscheidungen nachzudenken.
Pressetext