#KUNST#AUSSTELLUNG

NDIDI DIKE - RARE EARTH RARE JUSTICE

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Die in London geborene Ndidi Dike ist eine international anerkannte britisch-nigerianische Bildhauerin und multidisziplinäre Künstlerin. Rare Earth Rare Justiceist ihre erste große institutionelle Einzelausstellung in Österreich. In Mixed-Media-Werken, Gemälden, Skulpturen, Collagen, Fotografien, Videos und Installationen untersucht Dike die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen und vor allem das Erbe von Kolonialismus, Postkolonialismus, Fluchtmigration und globalem Kapitalismus, die die moderne Welt prägen.

Im Mittelpunkt von Rare Earth Rare Justice steht die fortwährende Ausbeutung der natürlichen Ressourcen des afrikanischen Kontinents, insbesondere der Abbau von Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo. Dike zeichnet die Verantwortung der Rohstoffindustrien für Umweltschäden, Klimawandel, Vertreibung und Konflikte um Bodenschätze nach und deckt auf, wie die weltweite Nachfrage nach Technologie mittels systemischer Gewalt und Plünderung befriedigt wird.

Die Ausstellung entfaltet sich als großräumige Installation, deren Struktur durch die Themen Abwesenheit, Tod und Trauer bestimmt ist. Von der Decke hängt eine monumentale Skulptur aus etwa 900 Autopsie-Nackenstützen in der Form einer Gewehrkugel vor einem großen kreisrunden Spiegel herab. Das Objekt lässt sowohl an die tödlichen Praktiken der Rohstoffindustrien als auch an historische Ladepläne von Sklavenschiffen denken, in denen versklavte Körper dicht gedrängt in Laderäumen untergebracht waren, und verweist damit auf die lange Geschichte der Brutalität, mit der Schwarze Menschen zu Waren gemacht werden. Statt Gewalt direkt darzustellen, regt die Arbeit Erinnerung und Vorstellungskraft an und ruft Assoziationen in den Köpfen der Betrachtenden wach. Die Künstlerin erklärt: