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ORFEO ED EURIDICE

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Christoph Willibald Gluck (1714 - 1787)
Azione teatrale in sieben Szenen (Fassung Parma 1769)
Libretto von Ranieri de’ Calzabigi
Neuinszenierung

Gianluca Capuano Musikalische Leitung
Christof Loy Regie und Choreografie
Johannes Leiacker Bühne
Ursula Renzenbrink Kostüme
Olaf Winter Licht
Klaus Bertisch Dramaturgie

Besetzung
Cecilia Bartoli Orfeo
Mélissa Petit Euridice
Madison Nonoa Amore
Yannick Bosc, Clara Cozzolino, Gorka Culebras, Yuka Eda, Oskar Eon, Haizam Fathy, Mark-Krister Haav, Jarosław Kruczek, Pascu Ortí, Carla Pérez Mora, Sandra Pericou-Habaillou, Guillaume Rabain, Giulia Tornarolli, Nicky van Cleef Tänzer und Tänzerinnen

Il canto di Orfeo
Jacopo Facchini Choreinstudierung

Schon früh haben sich die Schöpfer des Musiktheaters den Mythos vom thrakischen Sänger Orpheus zu eigen gemacht, der Eurydike ins Jenseits folgt, um sie mithilfe seines Gesanges aus der Unterwelt zurückzugewinnen. Glucks Oper Orfeo ed Euridice konzentriert sich – trotz des Titels – auf eine einzelne Figur: Orfeo. Das Werk zeigt einen Künstler in seiner Einsamkeit, für den der Tod einer geliebten Person zum zentralen Thema wird. Dabei stellt Gluck seine Musik ganz in den Dienst des dramatischen Ausdrucks.

Eine wichtige Rolle nimmt in Orfeo ed Euridice der Tanz ein, was eine Personalunion von Regisseur und Choreografen nahelegt. Tanz darf im Sinne von Christof Loy aber keinesfalls als Fremdkörper gesehen werden: Die Grenzen zwischen Tanz und Text, Musik und Bewegung müssen fließend sein. Diesen Gedanken betont auch die Bühne, die einen Weg evoziert, der immer wieder von Neuem beginnen könnte.

Der Neuproduktion liegt die „Parma-Fassung“ der Oper von 1769 zugrunde, für die Gluck die dreiaktige Struktur der Wiener Erstfassung eliminierte und die Szenen zu einem Akt zusammenfügte. Dem Gedanken der Einheit folgt die Inszenierung auf mehreren Ebenen, wobei das Dilemma Orfeos so pur wie möglich erscheinen soll, um das Innere aller Zuschauer·innen zu treffen und Identifikationsmöglichkeiten zu bieten.
(Pressetext)