Robert Rauschenberg (1925-2008) zählt zu den einflussreichsten US-amerikanischen Künstlern des 20. Jahrhunderts sowie Wegbereitern der Pop Art und Konzeptkunst. Weltbekannt wurde er mit seinen „Combines“, in denen er Alltagsmaterialien und Printmedien mit abstrakter Malerei fusionierte. Er wollte damit die Lücke zwischen Kunst und Leben schließen. Die Kunsthalle Krems widmet Rauschenberg die erste monografische Werkschau in Österreich. Die Retrospektive bildet den Abschluss eines internationalen Ausstellungsreigens anlässlich des 100. Geburtstags des Künstlers.
Im Zentrum der Ausstellung steht das Zusammenspiel von fotografischem Bildmaterial und gestischer Malerei. Rauschenberg nutzt seit den 1950er-Jahren Fotos aus Zeitungen, Magazinen und seinem eigenen Archiv und verbindet diese mit dynamischen malerischen und grafischen Spuren. Mit seiner charakteristischen Bildsprache bringt der Künstler Kunst und Leben zusammen. Zeitgleich entstehen seine experimentellen „Transfer Drawings“, erzeugt durch das Abreiben befeuchteter Zeitungsbilder.