Für seine aktuelle Werkserie hat Sharon Ya’ari sämtliche Pflanzen dokumentiert, die im Garten seines Hauses in Tel Aviv wachsen. Diese werden systematisch fotografiert; die analogen Aufnahmen entwickelt der Künstler in seiner Dunkelkammer auf Fotopapier aus den 1970er-Jahren.
In den Bildern wirken die Pflanzen beinahe wie architektonische Fragmente – eingefrorene Momentaufnahmen, die zugleich für Veränderung, Wachstum und Vergänglichkeit stehen. Ausgangspunkt der Serie sind auch Erinnerungen und Familienfotografien, in denen sich unterschiedliche Pflanzenarten wiederfinden, die im Laufe der Jahre im Garten gewachsen sind, sich verändert oder anderen Gewächsen Platz gemacht haben.
In jüngerer Zeit richtet sich Ya’aris Blick besonders auf die einjährigen Wildpflanzen im Garten. Diese werden mitsamt Wurzeln aus der Erde gezogen und unmittelbar fotografiert – ein Prozess, der nur wenige Minuten Zeit lässt, bevor die Pflanzen zu welken beginnen.