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SOFT TERRITORIES: DATA, SPACE & FRAGILE GROUNDS

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Die Ausstellung bringt Ms Litto, Felix Lenz und Julian Palacz zusammen, um zu erforschen, wie zeitgenössische Territorien durch Daten fortlaufend neu geschrieben werden und wie diese Datensysteme weiterhin mit fragilen physischen Grundlagen verwoben bleiben. Die Ausstellung nähert sich Raum nicht als festem Behälter, sondern als veränderbarem Feld: gescannt, erfühlt, in das eingedrungen wird und das durch technologische Vermittlung neu zusammengesetzt wird. In diesem Sinne sind Territorien „weich“, nicht weil sie immateriell sind, sondern weil sie sich in ständigem Fluss befinden – geformt von unsichtbaren Signalen, computergestützten Übersetzungen und den sich wandelnden Bedingungen der Umgebungen, die sie bewohnen.Ms Litto verwandelt verlassene und umgenutzte Architekturen in begehbare Datenräume. Durch LiDAR-Scans und Augmented Reality offenbart sie die gebaute Umwelt als etwas, das neu codiert und re-territorialisiert werden kann, wodurch aus Erinnerung, Verzerrung und digitalen Rückständen neue räumliche Terrains entstehen. 

Felix Lenz wendet sich, in Zusammenarbeit mit Lily Zlotover, den verborgenen elektromagnetischen Schichten der Stadt zu. Undercurrent zeichnet die durchgesickerten Frequenzen in den unfertigen U2-Tunneln Wiens nach, macht die infrastrukturellen Signale hörbar, die das städtische Leben unterfüttern, und zeigt Daten als eine atmosphärische, räumliche Ökologie. Julian Palacz erweitert diese Logik in den Alltag. Durch algorithmische Extraktion und Bildanalyse komprimieren Werke wie Candids gelebte Umgebungen zu zarten Spurenfeldern – eine Kartografie von Bewegung und Präsenz, in der Daten zu einer fragilen Oberfläche räumlicher Erinnerung werden.In diesen drei künstlerischen Praktiken wird Raum zu Daten, Daten werden zu Raum, und beide ruhen auf brüchigem Grund: instabilen Architekturen, unsichtbaren Infrastrukturen und den materiellen Grenzen von Umgebungen unter Druck. 

SOFT TERRITORIES lädt die Betrachter ein, sich durch diese sich überlagernden Terrains zu bewegen – von neu berechneten Gebäuden über resonante Tunnel bis hin zu spektralen Spuren – und zu erspüren, wie Territorium heute immer schon eine Aushandlung zwischen der physischen Welt und ihrem Datenschatten ist.​


Exhibition 16.12,2025, 18 bis 21 Uhr
Visits are by appointment