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TAMARA ŠTAJNER - LUFT NACH UNTEN

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Die in Jugoslawien geborene Bratschistin und Autorin Tamara Štajner ist in den letzten Jahren als Performerin, Lyrikerin und Erzählerin aufgefallen, die auf Slowenisch und Deutsch schreibt. Beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2024 gewann sie den Kelag-Preis mit ihrem Text Luft nach unten. Nach Raupenfell (Das Wunderhorn, 2023) und ihrem slowenischsprachigen Roman Goseničji kožuh(Beletrina, 2026) legt sie jetzt bei Zsolany einen Roman vor, der wie ihr Bachmannpreistext Luft nach unten heißt, und dessen Thematik weiter spinnt: Nach vielen Jahren kommt Iva zurück an den Ort ihrer Kindheit, um ihr geliebtes Kindermädchen zu beerdigen. Im Hotel am Ohridsee, das Ivas Familie gehörte, hat sie wesentlich mehr Zeit mit Marija verbracht als mit ihrer eigenen Mutter. Als Iva auf Marijas Grabstein einen zweiten Namen entdeckt, kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur. Tamara Štajners Protagonistin unternimmt eine intensive, berührende, aber auch herrlich komische Tour in die Vergangenheit. Und in die Zukunft, denn Iva versucht gerade auf komplizierten Wegen, mit ihrem Freund ein Kind zu bekommen. Luft nach unten ist eine moderne Familiengeschichte, die von ganz unterschiedlichen Frauen geprägt ist. Ein beeindruckender Roman, dessen Ausgangspunkt die emotionalen Abgründe und zerstörerischen Dynamiken zwischen Töchtern und ihren Müttern war. Im Literaturhaus Wien präsentiert Tamara Štajner Luft nach unten im Gespräch mit dem Literaturkritiker Stefan Gmünder.

Lesung und Gespräch: Tamara Štajner
Moderation und Gespräch: Stefan Gmünder