Wien 2066 – eine Stadt, die auf Verbundenheit und Empathie gründet. Die Erderhitzung mit knapp über 2 Grad ist in jedem Winkel Wiens spürbar; die Anpassung daran überall gegenwärtig. So wurde die Petersplatz-Spielstätte des Theater am Werk einer von zahlreichen SiestaSpaces® – offenen Räumen im städtischen Untergrund, die den Wiener:innen in den allzu heißen Nachmittagsstunden zum Abkühlen, Ausrasten und Begegnen zur Verfügung stehen.Dort trifft sich eine Solargesellschaft, in der das Leben langsamer verläuft. Die Hitze strengt die Körper an und ohne fossile Energie ist nicht alles immer zu haben. Die Menschen leben anders und fühlen anders als im Jahr 2026. Sie passen ihr Wirtschaften den Grenzen des Planeten an und setzen auf Kooperation statt Wettbewerb. Neue Tätigkeiten und Berufe entstanden in einer Stadt, in der für die Grundgüter nicht mehr lohngearbeitet werden muss.
Der neue Zeitwohlstand ermöglicht eine Vielzahl von Praktiken der Fürsorge, des Schenkens und der gegenseitigen Unterstützung. Neue Wörter bezeichnen jene Gefühlslagen, in die uns der Verlust der gewohnten Welt gebracht hat. Die Besucher:innen dieses Abends fühlen spielerisch eine Welt vor, in der aus der Bedrohung des Lebens insgesamt ein solidarisches Miteinander erwachsen ist. theaternyx* nennen diese Welt jenseits von Patriarchat und Kapitalismus: State of Empathy.
Stückentwicklung, Inszenierung & Performance
Claudia Seigmann
& Markus Ze