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WAS SIND WIR FÜR TAGE

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Milena Michalek & Ensemble
An einem Check-in-Schalter versammelt man sich, um die eigene Anwesenheit nachzuweisen und abgefertigt zu werden. Während man beim Check-in am Flughafen oder im Hotel bereits durch bloßes Erscheinen als anwesend gilt, muss beim sozialen Ritual des Eincheckens schon etwas mehr geleistet werden als nur aufzutauchen.

In der Unternehmensführung dienen Check-ins als sogenannte „Frühwarnsysteme für Probleme“: Indem persönliche Befindlichkeiten kommuniziert werden, soll das Vertrauen in die gemeinsamen Organisationszusammenhänge gestärkt und die Effizienz in der Abwicklung von Problemen gesteigert werden. Aber was, wenn das Check-in länger dauert, als der 9-to-5-Job vorsieht? Was, wenn die Launen und Stimmungen überhandnehmen und den Rahmen eines Meetings sprengen? Oder gibt es eventuell schon längst genug Lösungen – und es fehlen nur die passenden Probleme?

Während die Kräfte der Vereinzelung an den immer erbarmungswürdigeren Körpern zerren, suchen die Menschen in WAS SIND WIR FÜR TAGE nach Verbindung. In unwahrscheinlicher Literatur und an ungeahnten Orten entdecken sie neue Formen der Begegnung und Rückbindung an eine Welt, die sie schon verloren glaubten.
Pressetext

Regie & Text: Milena Michalek
Mit: Luca Bonamore, Marlene Hauser, Aline-Sarah Kunisch, Samuel Simon

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