Nach der Novelle von Marlen Haushofer
In einer Theateradaption von Jakab Tarnóczi
Eine Frau steht am Fenster und denkt nach – über sich, über ihre Familie und vor allem über die Ursachen eines tragischen Vorfalls, der die bis dahin sorgfältig gehütete Ruhe und Ordnung ihres Lebens für immer zerstört hat. Während nach außen alles weiter seinen gewohnten Gang geht, versucht Anna, sich Aufschluss darüber zu geben, was passiert ist. Alles begann damit, dass eine Freundin ihr die 19-jährige Stella als Pflegetochter anvertraut hat. Mit krimiartiger Spannung rollt sich vor dem inneren Auge der Erzählerin das Geschehene noch einmal ab, während sie sich die große Frage nach Schuld und Verantwortung stellt. Ihre im Sprechen sich erbarmungslos wiederholende Selbstbezichtigung wirft allerdings die Frage auf, wie zuverlässig dieses Erzählen und diese Erzählerin selbst sind. Gibt es vielleicht eine Geschichte hinter der Geschichte, in der sich die Dinge in einer anderen Wahrheit zeigen?
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