#LITERATUR#SONSTIGES

WOLFGANG MARSCHALL, KARL PUMBERGER-KASPER & KLAUS RANZENBERGER

WAS HOED ZUAGED - EIN ACHLEITNER ABEND

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Wolfgang Marschall, Karl Pumberger-Kasper und Klaus Ranzenberger gestalten einen sehr speziellen Abend rund um den bedeutenden Innviertler Dialektdichter Friedrich Achleitner. Markus Edtbauer begleitet musikalisch.

Achleitners Gedichte – obdaennsa, schnodahibbfö, gschdanzl, innviaddla liddanai – sind stark innviertlerisch geprägt: trockener Humor, direkt, hintergründig, ein bisschen gfeanzt. Und sie sind ein lebendiges Porträt der Innviertlerin und des Innviertlers: bodenständig (mai god na mai god na wosis schao kanada), selbstbewusst (mia san mia und mia raggan a fia via), dickköpfig (midn schedl kaosd duach dwaond), zu kurz kommt auch nicht Dörfliches (jausndrong zenddaischlong), Zwischenmenschliches (do löggs de nida da sebb und dö frida) und vieles mehr. Kritisch beobachtet Achleitner auch die Veränderungen der letzten Jahrzehnte: Verlust des Dialekts (dialegd is a schmoan), Naturausbeutung (iwamoang is schao vafoan da koan) und zunehmende Hektik (drawö schais drawö).

Pumberger-Kasper liest die Dialektgedichte, Marschall bringt dazu passende Berichte aus Innviertler Zeitungen und auch treffende Prosatexte Achleitners, Ranzenberger steuert seine Geschichten vom „Onkel Franz“ bei. Edtbauer spielt (Klavier, Steirische) und singt unter anderem Achleitner-gschdanzl. Eine einzigartige Zusammenschau und eine wunderbare Symbiose. Die Gedichte Achleitners werden so besonders beleuchtet, hervorgehoben und neue Sichtweisen eröffnen sich.