Eine Badewanne in der Dominikanerkirche, gefüllt mit Glasscherben. Der Unterarm eines Mannes ragt gen Himmel, der Rest des Körpers ist unter dem Gewicht von 600 Kilogramm scharfkantiger Teile be- graben. Doch etwas bewegt sich unter dem Scherbenmeer: Yann Marussich atmet. Wie ist er in diese Situation gekommen, kann er sich daraus ohne Hilfe und gröbere Verletzungen befreien? In den fol- genden eineinhalb bis zwei Stunden arbeitet der Extremperformer an der behutsamen Überwindung seiner selbst auferlegten Immobilität. Glas zerbricht und hinterlässt glänzende Splitter auf der ge- schundenen Haut. Der Ausdruck des Künstlers bleibt starr, als ob sein Blick nicht mehr von dieser Welt und für diese da wäre. Mir geht es darum, den Schmerz nicht zu fühlen, sich ihm hinzugeben, ihn zu akzeptieren und von ihm nicht beeinflusst zu werden. Wie kann es weitergehen? Ich kann diese Grenze nicht überschreiten. Der Tod wäre das nächste Extrem. () Jetzt muss ich fliegen.
Concept & interpretation: Yann Marussich | Sound: Léo Marussich | Technics: Léo Marussich | Production: Claire Felix | Communication:
Audrey Croisier | International distribution: Chimène Costa | Administration: Nathalie Wenger. S